Lohnt sich ein Nachsendeauftrag für den Umzug?

Nachsendeauftrag Post

Neben allen organisatorischen Aufgaben rund um den Umzug und der Beauftragung eines Umzugsunternehmens sind zahlreiche weitere Formalitäten zu bedenken, Stichwort: Ummeldung beim Einwohnermeldeamt, Strom, Internet oder Telefon. Außerdem müssen Sie daran denken, dass viele Privatpersonen, Einrichtungen, Dienstleister und ggf. Geschäftspartner Ihre neue Adresse benötigen

Kaum jemand hat dabei wirklich alle Kontakte im Blick, für die die neue Adresse relevant ist. Deshalb bietet die Deutsche Post einen Nachsendeauftrag an, mit dem Sie sich an die alte Adresse geschickte Post zur neuen weiterleiten lassen können. 

Wir zeigen Ihnen im aktuellen Beitrag, was der Nachsendeauftrag beinhaltet (Dauer, Kosten usw.) und ob er sich wirklich lohnt bzw. immer sinnvoll ist.

Wie funktioniert ein Nachsendeauftrag?

Der größte Vorteil des Nachsendeauftrags liegt darin, dass Sie sich im allgemeinen Stress der Umzugsvorbereitungen und Aufgaben nach dem Umzug nicht auch noch darum kümmern müssen, allen wichtigen Vertragspartnern, Freunden, Bekannten usw. sofort die neue Adresse mitzuteilen. Damit können Sie sich einige Woche oder Monate nach
dem Umzug befassen, denn die Dauer des Nachsendeauftrags ist sehr flexibel.

Alle Fakten zum Nachsendeauftrag im Überblick: 

Wie beantragt man den Nachsendeauftrag?   • online oder in einer Postfiliale
• 6 Monate können nur online beantragt werden
Wie lange ist die Nachsendung gültig?   • je nach Beauftragung, 6, 12, 18 oder 24 Monate
Wann sollte man den Nachsendeauftrag stellen?   • 2 bis 3 Wochen vor dem Umzug
• minimum 5 Werktage vorher
Wann sollte man den Nachsendeauftrag stellen?  

• ist abhängig von Laufzeitdauer und Privat/Geschäftlich:

Privatkunden:
• 6 Monate: 23,90 €*• 12 Monate: 26,90 € online/ 29,90 € Filiale*

Geschäftskunden:
• 6 Monate: 39,90 €*
• 12 Monate: 49,90 € online*

Die Verlängerung kostet 3,99 €/Monat bei 6 Monaten Laufzeit. *Stand Juli 2021

Was kostet ein Nachsendeauftrag?   Es werden alle Briefe und Postkarten an die neue Adresse geschickt, nicht jedoch Zeitschriften, die ebenfalls von der Deutschen Post ausgetragen werden. Die Zeitschriftenverlage müssen Sie also selbst kontaktieren.

Die Nachsendung erfolgt auch ins Ausland. Dann fällt jedoch mitunter ein Nachentgelt durch die ausländischen Postgesellschaften an.

Päckchen und Pakete werden optional weitergeleitet, für beide fallen jedoch pro Sendung Zusatzkosten an.

Alternative zum Nachsendeauftrag: Umzugsmittteilung

Im Gegensatz zum Nachsendeauftrag ist die Umzugsmitteilung kostenlos. Dadurch erhalten Unternehmen, mit denen Sie bereits im postalischen Austausch standen, die Möglichkeit, Ihre neue Adresse abzurufen. Die Möglichkeit der Datenabfrage ist allerdings nur über Unternehmen möglich, z.B. Banken, Energieversorger, Versandhändler oder die Krankenkasse. Privatpersonen oder Behörden haben keinen Zugriff. Die Daten werden zwei Jahre bei der Deutschen Post gespeichert.

Damit Unternehmen die Daten abrufen können, müssen sie den Nachweis erbringen, dass sie mit Ihnen bereits postalisch Kontakt hatten. Dafür müssen Sie die Kombination aus Name, Vorname und alter Adresse angeben.

Ob das Unternehmen die Informationen abfragt bzw. wie oft und wann liegt im Ermessen des Unternehmens. Außerdem nutzen nicht generell alle Unternehmen diese Möglichkeit. D.h., dass Sie bei Beauftragung der Umzugsmitteilung nie sicher sein können, dass die Post ankommt. Sie können die Umzugsmitteilung auch zusätzlich zum Nachsendeauftrag beauftragen.

Wie sieht es mit den Postsendungen anderer Postdienstleister aus?

Circa 80 Prozent aller Postsendungen werden in Deutschland durch die Deutsche Post ausgeliefert. Der Rest läuft über zahlreiche regionale Postdienstleister. Auch bei diesen können Sie einen Nachsendeauftrag stellen, wobei dann natürlich nur die Postsendungen des regionalen Dienstleisters weitergeleitet werden. Die Kosten der regionalen Anbieter sind sehr unterschiedlich, teilweise überschreiten sie die Kosten der Deutschen Post, teilweise ist das Nachsenden sogar kostenlos.

Lohnt sich der Nachsendeauftrag der Deutschen Post?

In Anbetracht dessen, dass die Deutsche Post für rund 80 Prozent aller Postsendungen in Deutschland zuständig ist, lohnt sich der Nachsendeauftrag fast immer. So gehen Sie sicher, dass die Post von der alten Adresse automatisch weitergeleitet wird und dass die Briefe nicht in fremde Hände gelangen. Denn nicht immer werden die Postsendungen einfach an den Absender zurückgeschickt, sondern landen teilweise dennoch im alten Briefkasten, selbst wenn der Name dort nicht mehr vermerkt ist.

Eine Ausnahme wäre z.B., wenn jemand bei den Eltern auszieht und die erste eigene Wohnung bezieht. Dann kommt die Post folglich noch bei den Eltern an. Wer sich nicht daran stört, kann sich in dem Fall das Geld für den Nachsendeauftrag sparen, sollte aber bedenken, mit der Zeit alle wichtigen Vertragspartner wie Banken oder Krankenkasse über die neue Adresse zu informieren.

Für Privatpersonen lohnt sich der Nachsendeauftrag bei regionalen Postdienstleister kaum. Sie können nämlich bei Beauftragung des Nachsendeauftrags bei der Deutschen Post angeben, dass die neue Adresse auch an andere Postzusteller weitergegeben wird.

 

Bildnachweis:

© Heike – stock.adobe.com

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