Erste eigene Wohnung – Tipps für Mieten und UmzugUmzugstipps erste eigene Wohnung

Die erste eigene Wohnung gehört zu den wichtigsten Schritten hin zu Selbstständigkeit und Unabhängigkeit. Doch mit diesem Schritt ist auch eine große Verantwortung verbunden, ganz abgesehen vom organisatorischen Aufwand. Außerdem ist man als „Erste-Wohnung-Bezieher“ meist noch unerfahren in puncto Umzug und schnell von den ganzen Aufgaben rund um den Wohnungswechsel überfordert.

Unser aktueller Beitrag liefert Ihnen Hilfestellung für alle Aspekte rund um das Thema „erste eigene Wohnung“ – von der Wohnungswahl und Anmietung über wichtige Formalien bis zum Umzug.

Wichtige Kriterien bei der Entscheidung für eine Wohnung

Die erste eigene Wohnung ist mit Sicherheit nicht die letzte Wohnung, die Sie beziehen werden. Sie sollten daher nicht versuchen, gleich die Traumwohnung zu finden, die all Ihre Vorstellungen erfüllt. Erstens wird diese nur schwer zu finden sein und zweitens ist sie in der Regel in jungen Jahren auch nicht bezahlbar.

In der Regel ist das Budget für die erste Wohnung eher knapp – Sie sollten sich also vorher gut überlegen, was Sie wirklich benötigen (z.B. hinsichtlich der Zimmeranzahl, Fenster in Bad/Küche, Keller, Balkon, Stellplatz usw.) und was beim „Start in die Freiheit“ eher den Luxusproblemen zugeordnet werden kann.

Setzen Sie daher Prioritäten und fragen Sie sich bei der Wohnungssuche:

  • Größe und Zimmeranzahl: Passt alles rein? Möchte ich lieber Wohn- und Schlafbereich in einem? Eine offene Küche? Oder lieber mehrere, klar voneinander getrennte Räume?
  • Passt die Wohnung hinsichtlich Arbeitsweg/Weg zum Ausbildungsort/Weg zur Uni?
  • Gefällt mir die Umgebung der Wohnung? Werde ich mich in der Nachbarschaft wohlfühlen?
  • Eigentlich das Wichtigste: Kann ich die Wohnung bezahlen? (Bedenken Sie hierbei nicht nur die Kosten für Kalt-/Warmmiete, sondern auch Stromkosten + Kosten für Internet/TV/Telefon.) 

 

Ein Blick über die Finanzen

Der letzte Punkt in der obigen Liste hat es schon angedeutet: Die persönliche finanzielle Situation ist im Grunde genommen der wichtigste Faktor bei der Wohnungswahl. Und das bezieht sich nicht nur auf die zukünftig regelmäßigen Kosten wie Miete und Strom. Denn gerade der Einzug in die erste eigene Wohnung ist öfters mit hohen einmaligen Kosten verbunden, die Sie nicht unterschätzen sollten.

Schreiben Sie sich alle Einnahmen auf und stellen Sie diesen Einnahmen die regelmäßigen Ausgaben gegenüber. Im Anschluss notieren Sie sich die voraussichtlich anfallenden einmaligen Kosten im Rahmen des Umzugs.

Einnahmen: z.B. 

  • Bafög 
  • Nebenjob 
  • Studienkredit 
  • Hauptjob 
  • ggf. monatlich regelmäßige Unterstützung durch die Eltern

 

Eine Daumenregel besagt: Die Kaltmiete sollte nicht mehr als 30 Prozent des monatlichen Nettoeinkommens betragen.

regelmäßig anfallende Kosten mit der neuen Wohnung:

  • Miete + Nebenkosten 
  • Kosten für Versicherungen 
  • Ausgaben fürs tägliche Leben (Lebensmittel, Drogerieprodukte etc.) 
  • Kosten für Fernsehen/Internet/Telefon

 

einmalige Kosten im Rahmen von Anmietung/Umzug

  • Kaution (üblicherweise 3 Nettokaltmieten) oder Genossenschaftsanteil (bei einer Genossenschaftswohnung)
  • Kosten für den Umzug
  • Kosten für Neuanschaffungen (Möbel, Hausrat etc.)

 

Denken Sie überdies an Rücklagen, um z.B. bei Defekten Geld für einen Ersatz oder für Reparaturen parat zu haben.

Welche Versicherungen sind für die Wohnung wichtig?

Sie sollten eine Haftpflicht- und eine Hausratversicherung abschließen. Zwar sind beide keine Pflicht, aber im Notfall sehr hilfreich, um sich vor hohen Kosten abzusichern.

Tipps zur Ausstattung der ersten eigenen Wohnung

In Anbetracht dessen, dass Geld bei der Anmietung der ersten eigenen Wohnung meist Mangelware ist, sollten Sie sich gut überlegen, was Sie in der Wohnung benötigen bzw. was Sie aus der elterlichen Wohnung/dem Haus mitnehmen können. Meist gibt es beim Thema Möbel und Hausrat auch von anderen Verwandten oder Bekannten Unterstützung. Einfach mal nachfragen – ist immerhin besser, als nicht mehr Benötigtes im Müll zu entsorgen. Eine weitere Möglichkeit, günstig an Möbel und Co. zu kommen, sind An & Verkauf bzw. Gebrauchtwarenläden.

Um Kosten bei der ersten eigenen Wohnung zu sparen, kann es auch sinnvoll sein, die Suche von vornherein auf Wohnungen mit Einbauküche einzuschränken. In der Regel kostet das pro Monat nicht viel mehr als die unmöblierte Küchenvariante, spart aber den Kauf neuer Küchenmöbel. Vermieter bieten teilweise auch eine Grundausstattung für die Küche an, bestehend aus Spüle/Spülschrank + Herd, was aber bei den Inseraten nicht immer eindeutig kommuniziert wird. Fragen Sie einfach beim Vermieter an, ob er diese Grundausstattung für einen geringen monatlichen Zusatzbetrag liefern würde.

Eine Checkliste für die Einrichtung sowie Tipps, um dabei Geld zu sparen, finden Sie unter: Erste Wohnung: Checkliste für die Einrichtung.

Hinweise zur Wohnungsbesichtigung

Die erste eigene Wohnung bedeutet in der Regel auch: die erste eigene Wohnungsbesichtigung. Wenn Sie sich hierbei unsicher fühlen, nehmen Sie lieber noch eine weitere Person mit, so werden ggf. auch Mängel in der Wohnung schneller erkannt. Zu zweit sieht man bekanntlich mehr.

Da der erste Eindruck zählt und es für die meisten Wohnungen in der Regel mehrere Interessenten gibt, ist ein freundliches, gepflegtes Auftreten Pflicht.

Ob Ihnen eine Wohnung zusagt, merken Sie meist recht schnell. Dennoch sollten Sie möglichst mehrere Wohnungen anschauen, um ggf. doch eine bessere Alternative zu finden und um sicherzugehen, bei einer Absage noch weitere „Kandidaten“ zu haben (sofern kein Zeitdruck bei der Wohnungssuche herrscht).

Welche Informationen möchte der Vermieter?

Um sicherzugehen, dass der neue Mieter die Mietkosten zahlen kann, möchten Vermieter Auskünfte über die finanzielle Lage des Interessenten – die sogenannte Mieterselbstauskunft. In der Regel wird das nach der Besichtigung angefordert und muss mit Nachweisen wie z.B. einer Lohnabrechnung ergänzt werden. Sollte das Einkommen nicht ausreichen, können die Eltern eine Mietbürgschaft übernehmen.

Mietvertrag genau prüfen!

Herzlichen Glückwunsch zur ersten eigenen Wohnung. Damit ist der erste große Schritt getan, zurücklehnen können Sie sich aber noch nicht. Denn jetzt gilt es erst einmal, den Mietvertrag genau zu prüfen. Gerade bei der ersten eigenen Wohnung könnte man sonst wichtige Dinge übersehen, die im Nachhinein teuer werden können.

Wichtig sind bei der Prüfung folgende Punkte:

  • Stimmen Mietkosten und Nebenkosten mit den vorherigen Angaben des Vermieters überein?
  • Stimmen die Angaben zur Wohnfläche?
  • Sind ggf. Bestandteile wie eine Einbauküche aufgeführt?
  • Gibt es spezielle Klauseln, z.B. zur Mindestmietdauer?
  • Ist der Mietvertrag befristet?

 

Was ist bei der Wohnungsübergabe zu beachten?

Achten Sie darauf, dass die Wohnungsübergabe nicht zu knapp vor dem Umzug stattfindet, damit es nicht zu stressig wird. Während der Übergabe wird der Zustand der Wohnung schriftlich festgehalten – im Wohnungsübergabeprotokoll. Prüfen Sie daher die gesamte Wohnung auf eventuelle Schäden und achten Sie darauf, dass alle Schäden im Protokoll festgehalten werden. Weitere Tipps: Was ist beim Wohnungsübergabeprotokoll zu beachten?

Ihre Pflichten als Mieter

Endlich im eigenen Heim, endlich unabhängig. Doch Vorsicht: Sie können hier nicht einfach schalten und walten, wie Sie möchten.

Ihre wichtigsten Pflichten als Mieter sind:

  • Miete stets pünktlich zahlen: Am besten über Dauerauftrag oder Lastschriftauftrag (schon bei 2 Monaten Mietrückstand kann der Vermieter kündigen)
  • Mietkaution – in der Regel drei Nettokaltmieten: Statt Einmalzahlung ist oft auch Streckung über mehrere Monate möglich oder man hinterlegt Mietkautionsbürgschaft
  • Mängel gleich dem Vermieter melden
  • ggf. Hausordnung durchführen, sofern das nicht über Firma des Vermieters gemacht und über die Nebenkosten abgerechnet wird
  • nichts selbst umbauen ohne Zustimmung des Vermieters

 

Formalitäten vor und nach dem Umzug

Auch wenn es für Umzüge generell gilt: Beim Umzug in die erste eigene Wohnung ist aufgrund der fehlenden Erfahrung eine gute Vorbereitung Gold wert. Hier geht es um Aspekte wie:

  • Wie soll der Umzug organisiert werden?
  • Wo bekomme ich Packmaterial? Welches Packmaterial wird benötigt?
  • An welche Behördengänge ist zu denken?
  • Wer benötigt die neue Adresse?
  • Ist eine Halteverbotszone für den Umzug erforderlich?

 

Zu all diesen Fragen finden Sie Antworten in unserem Blog:

 

Viele gute Tipps zur Umzugsvorbereitung und zum Umzugsablauf finden Sie zudem in unserer Umzugscheckliste. Sie ist auch als PDF zum Ausdrucken und Abhaken erhältlich.

Übrigens: Auch bei kleinem Geldbeutel können Sie ein Umzugsunternehmen wie Heimerl beauftragen. Erstens ist das Umzugsvolumen bei der ersten eigenen Wohnung meist recht klein und zweitens können Sie die Kosten senken, indem Sie sich nur für den Transport des Umzugsguts entscheiden und alle sonstigen Aufgaben wie Packen, Aus- und Einladen selbst übernehmen.

Bildnachweis:

© mihi – stock.adobe.com

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